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Projekte


Das Projekt Aid for Andong unterstützt und betreut Jugendliche und Kinder im Slum von Andong, Kambodscha. Der Slum in Andong beherbergt etwa 7000 Menschen und ist damit der größte Slum des Landes. Ein Großteil der Bewohner sind Kinder und Jugendliche.

In den Familien der Armutsviertel herrschen große Probleme mit häuslicher Gewalt, Drogen und Krankheiten wie HIV. Viele der Kinder und Jugendlichen im Slum wohnen tage- oder wochenlang allein in ihren Hütten, da die Eltern den Ort auf der Suche nach Arbeit verlassen haben.

Unser Jugendzentrum ist unter der Woche täglich geöffnet und durchgehend mit mindestens zwei MitarbeiterInnen besetzt. Die MitarbeiterInnen stehen den Kindern jederzeit als Betreuer und Ansprechpartner zur Verfügung.

Herzstück des Hauses ist die Bibliothek, in welcher die Kinder und Jugendlichen Zugang zu Büchern und Zeitungen auf Khmer und Englisch haben. Die Bücherei ist somit mehrfach effizient: die Kinder und Jugendlichen haben eine Anlaufstelle, in der sie die soziale und liebevolle Betreuung bekommen können, die ihnen zu Hause oft nicht geboten werden kann.

Gleichzeitig werden sie von der Straße ferngehalten und bekommen Zugang zu edukativen Mitteln, um ihre individuellen Fähigkeiten und Interessen entfalten zu können. Durch die Lage des Jugendzentrums ist das Team von Aid for Andong immer mitten im Geschehen. Wir können Entwicklungen verfolgen und die Kinder und Jugendlichen langfristig unterstützen, jedoch auch im Notfall direkt helfen und zum Beispiel medizinische Hilfe vermitteln.

Hintergrund
Der Andong Village Slum entstand im Jahr 2006 – die Bewohner des Gebiets lebten zuvor in einem Slum in Phnom Penh. Nach dem Beschluss der Regierung, das Land als Bauland an ausländische Investoren zu verkaufen, wurden mehr als 7000 Menschen über Nacht aus ihren Hütten vertrieben, in Laster verfrachtet und einige Kilometer vor Phnom Penh wieder abgeladen.

Neben ihren wenigen Habseligkeiten wurden die Menschen so auch jeglicher Chance auf Er-werbstätigkeit beraubt. Andong liegt etwa eine halbe Stunde Fahrzeit von der Stadt entfernt - die Kosten, die ein Fabrikarbeiter, eine Marktverkäuferin oder ein Kellner für die Fahrt in die Stadt und zurück aufbringen müsste, lägen höher als ihr Verdienst. Im Jahr 2006 bemühten sich noch einige der “großen” Organisationen (unter anderem in Form von Nahrungsmittelspenden und Wasserversorgung) um schnelle Hilfe.

Inzwischen ist Andong längst kein “Akutfall” mehr. Die Bewohner sind abgeschnitten von der Außenwelt und weit genug entfernt vom touristischen Trubel in Phnom Penh mehr oder weniger auf sich alleine gestellt.